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Wahrnehmung
der Entwicklung durch Technologie reflektierende, sinnliche Systemerfahrung
Die
technologische Entwicklung prägt nicht unwesentlich die Gesellschaft.
Dabei scheint der Fortschritt sich immer stärker zu beschleunigen,
sich fast schon zu verselbständigen. Andererseits sind Funktionsweisen
und Mechanismen immer schwerer nachzuvollziehen, und die technischen
Objekte werden immer stärker bis zur Unkenntlichkeit in das
Umfeld integriert. Man bemerkt sie nur noch, falls sie nicht mehr
funktionieren. Ich denke, es ist für eine mündige Gesellschaft
wichtig, sich bewusst zu werden über die Technologie, die anfängt
das Leben immer stärker zu bestimmen. Kunst kann dabei helfen,
Technologien und Systeme zu entdecken und anders oder überhaupt
erst bewusst wahrzunehmen. Projekte könnten in einer sehr sinnlichen
oder auch irritierenden Weise zur Reflektion anregen, indem sie
z.B. mit künstlichen Systemen oder eigenständigen Maschinen
konfrontieren und so eine neue Form der bewussten Wahrnehmung gegenüber
dem eigenen menschlichen Körper stimulieren. Fleischmann und
Strauss nennen es Awareness-Methoden, die den medialen und den realen
Raum verbinden. Sie messen und signalisieren die Veränderung
von einem digitalen Zustand in einen anderen, sodass diese Veränderungen
sichtbar, hörbar, spürbar, fühlbar, also erfahrbar
werden. Es geht dabei um die Entwicklung und Wahrnehmung des Elektronischen,
seiner Spuren im Netz und der Auswirkung auf den realen Raum.
Die
Installation Bump
beschäftigt sich mit dem wichtigen, mit den neuen Technologien
verbundenen Phänomen der Veränderung der Empfindung von
Nähe und Ferne. Man fragt, wie erlebe ich die Präsenz
des anderen, der nicht hier ist, obwohl es so scheint? Kommunikation
wird heute in einer derartigen Geschwindigkeit und Leichtigkeit
über
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