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Förderung
der sozialen Interaktion und Verortung in der lokalen Nachbarschaft
Einige
Projekte versuchen bewusst ein Publikum vor Ort anzusprechen, und
zwar die Menschen, die dort leben, für die also der Ort ihr
tägliches Wohn- oder Arbeitsumfeld ist. Trotz oder gerade wegen
der flexibleren Lebensentwürfe und der geringer werdenden Verwurzelung
im eigenen direkten Umfeld, wird der Wunsch nach einem angenehmen
Quartiersumfeld und nach dortiger Einbindung wieder größer.
Auch in der Planung hat man erkannt, dass ein attraktives Wohnumfeld
ein immer wichtigerer Faktor bei der individuellen Wohnortsuche
wird. Je anziehender das Umfeld ist, um so mehr Aktivitäten
werden die Bewohner dann auch vor Ort verrichten. Es kann schließlich
ein Schneeballeffekt entstehen, denn je lebendiger ein Stadtquartier
ist, desto attraktiver wird es.
Attraktivität wird natürlich von jedem sehr subjektiv
wahrgenommen, jedoch spielt ein gesundes soziales Interaktions-
und Informationsnetzwerk in der lokalen Nachbarschaft eine wichtige
Rolle, das vor allem auch ein Gefühl von Sicherheit vermittelt.
Nennen wir es ein lokales Gedächtnis, das sich bildet, indem
man eine reiche und komplexe lokale Kultur zusammen pflegt und unterstützt,
sozusagen eine lokale Geschichte zusammen aufbaut. Das muss nicht
heißen, dass jeder jeden persönlich kennt. Viel Kommunikation
und Austausch kann auch auf sehr indirektem vermittelten Weg stattfinden.
Die Umgebung selbst kann als ein reiches Informationsfeld fungieren.
Wichtig ist das Gefühl, dass man diesen lokalen Informationen
natürlicherweise und ungezwungen sozusagen über den Weg
läuft und einfachen Zugriff darauf haben kann. Die Offenheit
von lokalen Informationsstrukturen kann auch dazu beitragen, dass
jeder neu Eintreffende sich willkommen fühlt. Knotenpunkte
könnten dem Anwender ermöglichen, Inhalte zu kreieren,
zu recherchieren sowie zu speichern und zu teilen. Ein solcher Inhalt
könnte lokale Neuigkeiten, persönliche Erfahrungen, Ratschläge
und Erinnerun-
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