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Förderung
der Öffentlichkeitsbildung durch Kritik, Diskussion und Reflektion
der Gesellschaft
Öffentlicher
Raum ist als Kritik- und Denkmodell, realisiert durch Diskussion
und das Erproben von Veränderungen, ein wichtiger Faktor für
die Entwicklung der Stadtgesellschaft. Es ist wichtig, dem öffentlichen
Raum wieder bewusst die Aufgabe zu geben, ein Ort zu sein für
gesellschaftlichen Diskurs und Austausch. Es ist zwar verklärt
romantisch, die Idee der Agora mit seinen räsonierenden Bürgen
zurück- zuersehnen, jedoch bietet die Idee der "Speakers
Corner" meiner Meinung nach ein erstrebenswertes Vorbild, um
eine bürgernahe Alternative zu dem stark vermittelten Diskurs
in den gängigen Printmedien zu bieten. Einige Projekte versuchen
dement- sprechend wieder, einen ausgewählten öffentlichen
Ort in der Stadt herzustellen, an dem Meinungsbildung gefördert
wird um so zu Diskussionen anzuregen.
Installationen
wie hellomr.president,
LIK-LAK,
Tunnel_Journal
und re:site_projects
bedienen sich es Mediums SMS oder Texteingaben im Internet, um zur
kritischen Öffentlichkeitsbildung beizutragen. Dies erfolgt
so zwar nicht im Face-to-Face Kontakt sondern durch ein zwischengeschaltetes
Medium, das den Meinungsaustausch übermittelt; es wird jedoch
versucht es jedem Einzelnen zu ermöglichen, seine Meinung unaufgearbeitet
zu präsentieren. Es kann als Versuch angesehen werden, so die
Chatfunktionen und Newsgroups im Internet in den öffentlichen
Raum zu bringen. Wie jedoch beim Internet auch, ist hier das Problem
vorhanden, dass der Besitz oder zumindest das Vorhandensein eines
Eingabegerätes die Voraussetzung zur Teilnahme ist. Nur in
den Beispielen Summoned_Voices
und Agora_Phone
wird das Medium Spracheingabe in ein Mikrofon benützt. Sie
sind damit zwar stärker an die Präsenz am Ort gebunden,
aber jeder Vorbeigehende kann uneingeschränkt einen Beitrag
leisten.
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