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Interaktionsförderung zur angstfreien Konfrontation und Kontakt mit Fremden

Sich ohne Ängste im Raum bewegen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren öffentlicher Räume. Erst eine generell sichere Atmosphäre macht einen Raum für alle Menschen zugänglich. Die Überwachung von öffentlichen Räumen kann jedoch nicht die einzige Antwort auf ein wachsendes Unsicherheitsgefühl in den großen Städten sein, das zudem oftmals ein sehr subjektives undefinierbares Empfinden ist. Diese Art Augen können kein Ersatz sein für die ehemals in überschaubareren Wohnumfeldern existierende soziale nachbarschaftliche Überwachung.
Einige Beispiele versuchen so bewusst das Problem der öffentlichen Sicherheit zu reflektieren, und sie suchen in ihren Projekten nach alternativen Ansätzen, um mit diesem Problem umzugehen. Sinnvoll kann es auch sein, einfach die technischen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie weit also die Entwicklung, mit der Überwachung vollzogen werden kann, schon fortgeschritten ist. So kann für die Problematik wachsender Überwachung sensibilisiert werden. Andere Projekte können meiner Meinung nach auch unbewusst zu einer entspannteren Atmosphäre im öffentlichen Raum beitragen und so das subjektive Angstempfinden mindern.

Ich sehe unter den Beispielen zwei Ansatzmöglichkeiten, bei denen über Alternativen zur klassischen Überwachung nachgedacht wurde. Die drei Projekte LIK-LAK, Chat-Stop und Tunnel_Journal setzen sich direkt mit dem Thema öffentliche Sicherheit auseinander. Sie gehen bewusst in kritische ‚Angstzonen' und versuchen, diese mit ihren neuen Herangehensweisen aufzuwerten. Chat-Stop versucht das unangenehme ‚Verweilen Müssen' an Haltestellen sicherer zu gestalten und mit "Kommunikation statt Kontrolle" auf die Atmosphäre in solchen Angsträume positiv einzuwirken und sie aufzuwerten. Das Projekt schafft Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Wartenden